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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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er fort,lieferten das Fleisch auf unfern Tisch. Sie kön-nen sich ohne die Zicrathen, die ich ihnen nahm und inSalz legte, füglich behelfen, und befinden sich, wie derAugenschein zeigt, munter und wohl. Die Gewürze, derenich in meiner Küche bedarf, geben mir die Kärrner, diehier vorbcifahrcn, als Wcgezvll, und eine leibeigene Magd,die keinen Lohn erhält, ist meine Köchin. So hatte ichohne den geringsten Aufwand das Glück, Ew. Majestätals meinen Gast zu bedienen."

Das heißt wirtschaften!" sprach der Kaiser mit frohemErstaunen.Einen solchen Mann habe ich mir lange ge-wünscht! Ich brauche einen redlichen Haushalter, der dieKunst der Sparsamkeit so aus dem Grunde versteht, wieDu. Komm mit an meinen Hof und werde mein Seckcl-meister!"

Dietrich folgte dem Kaiser und verwaltete verschiedeneJahre dessen sämmtliche Einkünfte. Der Monarch war mitseinen Diensten zufrieden, liebte und schätzte ihn ungemeinund gab ihm ausgezeichnete Beweise seiner Huld.

Das erweckte natürlicher Weise vieler Höflinge Neid.Sie verbanden sich, den Günstling zu stürzen und ihn demKaiser verdächtig zu machen. Lange konnten sie keinenStoff zu einer Anklage finden. Endlich brachten sie durchKundschafter in Erfahrung, daß Dietrich in einem gehei-men Kämmerchen seines Hauses einen großen eisernenKasten aufbewahre, der mit starken Riegeln und künstlichenSchlössern versehen sep. Ha! riefen sie frohlockend, dastecken seine Schwänzclpfennigc! Die soll er bald heraus-gcbcn müssen! Die Herren säumten nun nicht, demKaiser von ihrer Entdeckung Nachricht zu geben.

Anfangs würdigte er ihre hämischen Ohrcnbläscrcicn keinerAufmerksamkeit. Die Ncidhartc wurden aber nicht müde,