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zu Thräncn dankbarer Zkühruug. Sie besorgte das Haus-wesen ganz allein, ohne sich dicß, was sic für ihre Pflichthielt, znm Verdienst anzurechncn; und niemals murrte siegegen irgend eine Prüfung, ans die ihre bescheidene Ge-nügsamkeit gestellt ward. Schon sechzehn Jahre alt, bliebsie noch immer don allen gesellschaftlichen Vergnügungenihrer Schwestern und anderer Mädchen ihres Alters undStandes ausgeschlossen, und mußte sich mit lauter abgetra-genen und wcrthloscn Kleidungsstücken, deren Diana undLaura überdrüssig waren, behelfen.
Ein gntdenkendcr Oheim, der mit der Unterdrückten Mit-lciden hatte, brachte es endlich ein Mal durch Bitten undVorstellungen dahin, daß sic oon ihrer Mutter zu einemDalle mitgenommen ward. Ihre mit Schmuck überladenenSchwestern traten wie stolze Pfauen in die Gesellschaft)sie war dagegen auffallend ärmlich gekleidet, ging schüch-tern einher, und machte bald die Erfahrung, daß prunkloseBescheidenheit im Tanzsaal eben so, als allenthalben inder Welt, übersehen und zurückgcsetzt wird. Alle jungeDamen wurden zum Tanzen aufgefordcrt, nur sic nicht.
Da der Ball schon tief in die Nacht hinein gedauertund ihr immer noch kein Tänzer die Hand geboten hatte,so gab sie die Hoffnung ganz auf, an dem allgemeinenVergnüge» Theil zu nehmen. Das traurige Gefühl, ver-achtet zu sepn, preßte ihr Thräncn aus, und sic sehnte sichans dem geräuschvollen Saale in ihr einsames Zimmer,um aus vollem Herzen über ihr freudenloses Dasepn wei-ne» zu können.
Indem sic solchen schwcrmüthigen Gedanken nachhing,näherte sich ihr ein junger Fremdling, der sich durch seinseines und gesittetes Betragen vor allen gegenwärtigenTänzern auszcichnete. Er zog sic zu einem englischen Tanz