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nicht eher, als bis die ihm bestimmte NegicrungSzeit ver-flossen ist. Dann wird er plötzlich entthront, mit einemgroben Gewände bekleidet, und nach einer öden und wü-sten Insel gebracht." —
Der Sultan crschrack von neuem, und fragte, ob seineVorfahren ihr künftiges Schicksal gewußt hätten.
„Es war allen bekannt;" erwicdertc der Vezier: „alleinsic machten von dieser Borkundc keinen weisen Gebrauch.Sie genossen die Freuden der Gegenwart und dachten nichtan die Zukunft. So übereilte sie der Augenblick ihrer Ent-thronung, che sie noch die geringste Anstalt getroffen hatten,sich ihr künftiges Leben angenehm zu machen." —
„Kann man das?" — fragte der Sultan.
„Allerdings!" antwortete der Vezier: „Es hindert dichjetzt niemand, dir auf jener wüsten Insel, die du künftigbewohnen wirst, eine Kolonie anzulcgcii und eine freund-liche Aufnahme vorzubercitcn. Aber, was d» thnn willst,das thne bald! — Nur den gegenwärtigen Augenblick be-herrscht der Mensch; — den künftigen das Schicksal." —Der Sultan war gegen die Warnung des weisen Veziersnicht so taub als seine Vorgänger: er sandte sogleich einegroße Anzahl seiner besten Unterthanen nach der öden In-sel und befahl, ihm dort einen angenehmen Wohnort zubereiten. Als er nun, des Thrones entsetzt, dahin ziehenmußte, fand er sic eingebaut, und lebte dort in der heiter-sten Ruhe, weil er keinen neuen traurigen Wechsel seinesSchicksals zu befürchten hatte. —
Hier ist mein Mahrchcn zu Ende; sprach der Vezier undschwieg.
„Was hast du denn eigentlich damit sagen wollen?" —fragte der mißlannigc Sultan. „Es soll doch wahrschein-lich in deiner Erzählung eine gute Lehre enthalten sepn;