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Da schwoll!, die Nacht ouS »icinem Herzen.
Die dumpf darin noch log.
Und wie bestrahlt bau HimmelSkcrjcn,
Word'» plötzlich in mir Tag.
Die Klugheit trat mit ernsten BlickenBesorgt heran und rieth,
Die heil'ge Flau,me zu ersticke»,
Die mich so sauft durchgluht.
Diest Feuer wird dein Herz verzehre»,
Nies stc im WarnuugStvn,
Dell» Furie,l der Zwietracht wehre»
Dir süßen Minnclohu. —
Doch ich verschloß dem weise» MundeMit festen, Mull, mein Ohr,
Und höher schlüge mit jeder StundeDie Flamm' in mir empor.
Sie mag mein Herz zu Asche brenne»,
Ich klag' und murre nie.
Wan» einst sich Leib und Seele trennen.
Erst dann verlösche sie!
Rosamundc verstand dcn geheimen Sinn dieses Liedesnicht, und manches Wörtchen ging auch auf dem weitenWege zu ihrem Ohre verloren. Um so mehr wünschte sie,den Sänger in der Nähe zu hören, und vielleicht noch lie-ber zu sehen; dcn» seine vollen Pnrpnrwangcn, die un-ter den grünen, ihn umschattenden Zweigen hervorglühten,hatten keinen Übeln Eindruck ans sie gemacht. Sie gabihm ein Zeichen, daß er nicht Weggehen sollte, und flogdann zu ihrer Hofmeistcrin. „Liebes Müttcrlcin!" sprachsie, und streichelte mit ihrer weißen Sammthand die alteUnholdin — „ich Hab' eine große, große Bitte an Euch.Erlaubt einem Harfner, der unter dcn Fenstern meinesGemachs spielt und singt, ins Schloß zu kommen, unduns ein Weilchen durch seine edle Kunst zu vergnügen."