für möglich, daß bei ihr vielleicht mehr, als bei dem Kö-'mg selbst zu verdienen scy und erklärte mich daher bereit-willig , sic als' Arzt zn besuchen. Ans meine Frage, obich dabei ein gewisses Ccrcmonicll zn beobachten habe, er-hielt ich die Antwort: cs scp nichts nöthig, als eine tiefeVerbeugung vor dem Prinzen." ^
„Ich erschien denn mit einem Bückling vor ihm. Erstand in einem fürstlich ansgcschmücktcn Zimmer, mit ge-senktem Kopfe, und sah überhaupt sehr unlustig ans. Ichforschte bei dem gegenwärtigen Hofstaate nach den Zeichender Krankheit. Man wußte mir nichts anzügcben, alsdaß der Prinz seit drei Tagen seine sonst gewöhnliche Eß-lust und Heiterkeit verloren habe. Weiter nichts als einverdorbener Magen! dacht' ich in meinem -Herzen, stelltemich aber äußerlich, als stände die Sache sehr schlimm.Ich nahte mich dem Kranken, betastete seinen Rüssel, seineOhren, sah ihm in die Augen, ließ mir die Zunge zeigen,machte bei dem allen ein trübes, bedenkliches Gesicht, em-pfahl mich mit einem Reverenz und holte Magcnmittcl, diedem beseelten Knochen berge — wie -Haller, derArzt und Dichter, den Elephantcn nennt — in starkenGaben gereicht werden mußten. Mit verständiger Willig-keit nahm er sie ein. Den dritten oder vierten Tag nach-her befand er sich wieder wohl. Er hatte eben, als ichihm meinen gewöhnlichen Morgenbcsuch abstattcte, einedoppelte Portion Reiß mit gutem Appetit verzehrt undtrank vor meinen Augen eine Flasche Wein hinten nach.Dankbar für seine Wiederherstellung, umarmte er mich mitdem Rüffel und drückte mich sanft an seine Brust."
„Der Dolmetscher vertraute mir, daß der König überdie Genesung des Prinzen höchst erfreut scp und mich un-fehlbar znm Bctelbüchscnrittcr der ersten Klasse crhc-