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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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bcn würde: ich hingegen vertraute dem Dolmetscher, daßmir an der ganzen Ritterschaft wenig liege, und cs mirangenehmer wäre, wenn mir der König mit einigen der-ben Goldstangen unter die Arme griffe. Diese Wortewaren nicht verloren. Mein Wunsch , den der gefälligeDolmetscher auf eine geschickte Art an den rechten Manngebracht hatte, ward mit königlicher Freigebigkeit erfüllt."

Bald darauf verließ ich das Königreich Siam und be-gab mich in die schönste und fruchtbarste Gegend Ostin-diens, um dort mein Geld an Ländereien anzulegen oderHandel zu treiben. Ich vereinigte beides mit einander.Das Glück begünstigte meine Unternehmungen. Es warmir fünf und zwanzig Jahre so treu, als cs wohl wenigenMenschen ist. Dennoch verließ ich seinen Schoos, nm dich,geliebter Bruder, und meine Vaterstadt zu besuchen. Ichwollte mich gleich in den ersten Tagen nach meiner An-kunft zu erkennen geben: cs belustigte mich aber von einerZeit zur andern, gleichsam verlarvt und vermummt hierherum zu wandeln, und wir alle haben dadurch manchenlustigen Auftritt gewonnen."

So erzählte Richard wie wir ihn noch bis zumnahen Ende des Buches nenne» wollen seine Geschichte.Die Zuhörer machten allerhand Glossen darüber, die jedochder Aufzeichnung eben so wenig wcrth sind, als es dieZwilchenrcden waren, welche die Erzählung durchkreuzten.

Aber, mein werther Bruder, du sprachst nur von einemBesuche?" sagte der Bürgermeister.Ich hoffe doch, duwirst uns nicht wieder verlassen."

Ich muß!" sagte Richard.Und die Zeit meines Schei-dens ist nahe. Ich gehe noch in diesem Monat nach Ost-indien zurück."