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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Nath,die Blätter der dort einheimischen Betelpflanze ingoldenen oder silbernen Dosen bei sich zn führen und sievon Zeit zu Zeit, wie man eine Prise Tabak nimmt, imMunde zn kauen. Wenn aber der König von Siam Be-telbüchscn verschenkt, so bewirkt das dort eine eben so eh«renvolle Auszeichnung, als in Europa ein Orden. DieGröße derselben bestimmt den Rang. Ich ward Betel-büchsenrittcr der zweite» Klasse; und man erwies mirüberall, wo ich mein Ordcnszcichen aus der Tasche zog,große Verehrung. Ich muß aber bekennen, daß mir daserhaltene Gnadcnzcichcn wenig Freude machte. Eine hübscheGeldsumme, die mich in den Stand gesetzt hätte, ein vor-thcilhaftes Geschäft anzusangcn, wäre mir lieber gewesen.So unzufrieden, wollte ich eben die Residenz des Beherr-schers von Siam verlassen, als ich Plötzlich wieder in denPalast gerufen ward und mir der Antrag geschah, einemkranken Stephanien des Königs ärztliche Hülfe zu leisten."

Ich muß im voraus sagen, daß diese Riesen der Thicr-welt in Siam zu Hanse sind und in außerordentlicherAchtung stehen. Jeder Elcphant des Königs hatte damalsinnerhalb der Ringmauern des Palastes ein eigenes, wohleingerichtetes Haus und einen ansehnlichen Titel. Einerhieß der Graf, der andere der Lord, der dritte derBaron et u. s. w. Der vornehmste ein ungeheurerElcphant von weißer Farbe ward Prinz genannt. Erbewohnte einen kleinen Palast und hatte zu seiner Bedie-nung einen zahlreichen Hofstaat, der ihn immer umgab.Der König liebte und schätzte den sogenannte» Prinzenungemein. Der Titel: Herr des weißen Elcp hau-ten stand in allen öffentlichen Mandaten unter seinenübrigen Titeln oben an."

Diese vierfüßigc Herrschaft war krank. Ich hielt cs