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ihm durchaus in dem kleinen, engen Michclheiin nicht.Er murrte jeden Morgen, wenn er das Barbierzcug unterden Arm nehmen und die Kunden des Vaters, der eingeschickter Wundarzt war und eine Barbierstube hatte, be-dienen mußte. Besonders ging er höchst ungern zu demdamals regierenden Bürgermeister Protz, weil cs einbarscher und herrischer Mann war. Einsmals hatte derBürgermeister eine Gevatterschaft vor, und wollte dabeirecht glatt um's Kinn erscheinen. Er ließ den Vater bitten,selbst zum Rasiren zu kommen; denn Ludwig, ließ er sagen,sep ein Fasler; er schere nicht rein, oder schneide. Aberder Vater war unpaß; Ludwig mußte das Geschäft ver-richten. Er ging verdrießlich mit dem Scherbeutel fort,und — kam nie wieder."
„Ja freilich!" fiel der Geheime Rath ein: „Denn alsich zu dem Bürgermeister in die Stube trat, fuhr er wieein Bär auf mich los — —"
Mit großen starren Augen sah ihn Herr Melden an,und fragte schüchtern: „Wie belieben Ew. Ercellenz?" —
„Weg mit der Ercellenz, Bruder Gottlieb!" sagte Jenermit offnen Armen. „Ich bin Ludwig, dein verlornerLudwig."
Der Bürgermeister, wie'vom Donner gerührt, taumeltezurück. Richard und Kreisel fingen ihn auf und geleitetenihn zum Sopha.
„Ew. Ercellenz scherzen wohl!" sprach er mit wehmü-thigem Lächeln.
„Hast du noch immer die leidige Ercellenz im Munde?"sagte Richard. „Nenne mich Bruder, und höre meine Ge-schichte! — Der Bürgermeister fuhr aus mich los: KommtEr doch? Er Taugenichts! — Will Er mir wieder einenWald von Haaren im Gesichte stehen lassen, oder mir