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SechsunddrciHigstes Kapitel.
Die Entdeckung.
Mit unruhiger Neugier, was er bei dem Geheimen Ratherfahre» werde, stellte sich der Bürgermeister um eilf Uhrein. Richard empfing ihn in Gegenwart seines Hausfreun-des, des Stadtsccrctairs. „Lieber Herr Bürgermeister,"hob er an, „ich wollte schon längst eine Frage an Siethun. Haben Sie denn einen Verwandten, der in derWelt herum schweift? Ich fand überall ans meinen Reisenund sogar in Ostindien, einen Mann, der sich Felde»nannte."
„Ew. Ercellenz erschüttern mein Herz!" sagte der Bür-germeister. „Sic erinnern mich an einen verlornen Bru-der, von dem ich seit dreißig Jahre» keine Nachricht habe."
„War cs rin guter Mensch?" fragte Richard.
„Ein lieber, herrlicher Junge war's;" versetzte der Bür-germeister. „Er hatte nur immer hochfligende Gedanken,und sehnte sich in die weite Welt. Daran war freilichunser seliger Vater ei» wenig Schuld, indem er uns Kin-dern oft von fremden Landern erzählte, die er thcils selbstdurchwandert hatte, theils aus Neisebeschreibungcn kannte.Ich hörte das alles ohne sonderliche Gemüthsregung an.;aber Bruder Ludwig ward ganz begeistert, und sprach be-ständig davon, daß er zur See gehen wolle. Es gefiel