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ercignete sich ein Vorfall, der ihn auf Einmal aus allerVerlegenheit setzte.
Der Rathsdiener und Stockmeistcr Packer hatte eine Frau,der es die ganze Stadt weit weniger als ihm selbst verzieh,daß er in einem niedrigen und gehässigen Amte stand. Gegenihn, den gefürchteten Mann, muckte man nicht: sie aber be-handelte man als eine unehrliche Person; niemand sprachöffentlich auf der Gasse mit ihr. Hierzu kam, daß sie rotheAugen und überhaupt eine. Gestalt hatte, wie man Zau-berinnen malt. Sie ward dcßhalb von vielen abergläubi-gen Menschen für eine Here gehalten, und bloß ihretwegenverwahrte man in der Walpurgis-Nacht alle Hausthürcnmit drei Kreuzen, die jede Zauberei abwehren und unkräf-tig machen sollten. Ucbcrdieß hatte sich die von jedermannverabscheute Person in der letzten Zeit die höchste Ungnadeder Frau Bürgermeisterin zugezogen, weil sie gegen dengefangenen Candidaten des Zuchthauses keine besondersgefällige Wirthin gewesen war, und er sich oft bei seinerhohen Gönnerin darüber in vertraulichen Briefen beklagthatte.
Diese Frau ward am Tage nach Walpurgis gefährlichkrank. Die Witzbolde des Städtchens sagten: sie habe sichbei dem nächtlichen Ritt nach dem Blocksberge erkältet,oder sep mit der Ofengabel gestürzt. — Drei Wochen dar-auf starb sie an eben dem Tage, an welchem Richard vonseiner Reise zurück kam. Der betrübte Wittwer machte diegehörigen Anstalten zum Begräbnis). Als aber die Leichefortgcbracht werden sollte, blieben die dazu bestellten Trä-ger aus. Man schickte nach ihnen. Sie ließen sagen: dieHere möge begraben, wer wolle; sie für ihre Personenlegten, um sich nicht zu verunehrcn, keine Hand an.
So sprachen Alle, die der Wittwer um Gottes Willen