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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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lichen Wunsch ihres Freundes bei voller Versammlung inVortrag zu bringen. Es geschah; die Stimmen warengetheilt; doch hätten sich vielleicht die meisten Widerspre-cher zum Nachgeben bereden lassen, wenn nicht plötzlichHerr Kreisel mit dem Donner seiner Bcrcdtsamkeit dazwi-schen gefahren wäre. Er trat auf und sagte:MeineHerren, wie können Sie nur daran denken, den anrüchti-gcn Menschen in unsere Gesellschaft aufzunehmen? Er istin jeder Betrachtung dieser Ehre nicht würdig. Und ha-ben Sie denn vergessen, unter welcher Bedingung der HerrGeheime Rath den Miethzins für diese Gemächer bezahlt? Es war die: daß Maffman» nimmer, als Mitgliedunsers Vereins, einen Fuß hinein setze. Das bindet unsdie Hände, wenn wir uns auch übrigens nicht schämenwollten, sie dem unwürdigen Kompan zum freundlichenWillkommen zu bieten."

Nach diesen mit Nachdruck gesprochenen Worten senkteder Bürgermeister schweigend den Kopf, und die übrigenMänner beschlossen einstimmig, daß Blaffmann Einmal fürimmer abgcwiesen sepn solle.

Als ihm seine Patronin diesen unglücklichen Erfolg ihrerBemühungen kund that, ward er vor Aergcr ganz schwarz,und machte ihr Vorwürfe: daß sic, die immer darauspoche, die vornehmste und mächtigste Frau "der Stadt zusepn, keines Pfifferlings Werth ausrichten könne. So ginger schnaubend fort und wünschte in seinem Grimm, daßes Feuer und Schwefel, wie vor Zeiten in Sodom, aufdas Cassino regnen möchte.

Da jedoch nicht zu erwarten war, daß der Himmel die-ses Wunder ihm zu Gefallen veranstalten werde, so be-schloß er, selbst Rache zu nehmen und eine Mine springenzu lassen, die den feindlichen Clubb gänzlich zerstören sollte.