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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Zweiunddreißigstes Kapitel.

Der Pfannenkuchen-Krieg.

Wie Eulen aus ihren Höhlen hervorfliegcn, wenn sichder Tag geneigt hat: so kamen, als Richard abgcreiftwar, viele kleinstädtische Unarten, die sich vor seinen Au-gen schamhaft verborgen hatten, wieder zum Vorschein.Dieß war besonders der Fall im Cassino, wo der halbund halb anständige Ton, der sich mühsam zu bilden an-fing, sogleich verschwand und die alte rohe Philisterei wie-der laut wurde.

Auch Herr Blaffmann hielt den jetzigen Zeitpunkt für vor-thcilhaft zur Anstellung eines neuen Versuchs, sich insCassino einzunistcn. Er that sich seit einiger Zeit, unge-achtet er schon ein ältlicher Mann war, auf die eitelste Artin seiner Kleidung hervor, und niemand begriff, wie ercs erschwang und errang, sich eine so glänzende Garderobeanzuschaffcn. Da man aber nicht hörte, daß er irgendwolange Finger gemacht habe, so ließ man die Sache dahin-gestellt seyn und begegnete ihm und seinen schönen Klei-dern mit verstärkter Achtung und Höflichkeit.

Die Frau Bürgermeisterin, die ihm noch immer bei jederGelegenheit die Brücke trat, unterzog sich aufs neue demschon einmal mißlungenen Geschäfte, ihm den Weg insCassino zu bahnen. Sie gebot ihrem Gemahl, den sehn-