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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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ten sich mit einander bcrathen, ihn den muthwilligc» Scherz,den er mit ihnen trieb, theuer bezahlen zu lassen.

Der Premier-Minister begann: das Straßcnpflaster inder Residenzstadt Michelhcim befinde sich in einem solchenVerfall, daß an jedem dunkeln Abend die getreuen Unter-thancn in Gefahr ständen, Arme und Beine zu brechen.Doch eine wahre Kleinigkeit für de» königlichen Schatz,ein Sümmchen von ungefähr dreihundert Thalern, helfedem Nebel ab, und der Griffel der Geschichte werde denRuhm Sr. Majestät mit unvergänglichen Zügen in dieJahrbücher der Stadt schreiben.

Der König bewilligte freundlich den Antrag. Die Zu-schauer jubelten, daß die Erccllenz in der Narrenkappe soweise gesprochen hatte.

Jetzt trat der Feldmarschall vor und sagte: Die Armee,vorzüglich die Garnison der Residenz, bedürfe verschiedenesneues Kriegsgeräth und Rüstzeug, besonders Fahnen undTrommeln.

Und das wird kosten?" fragte der König, etwas stutzig.

?raoter-p>'o>>ter Einhundert Neichsthalcr."

Es sep gewährt!"

Der Consistorial-Präsident, den sein Bestallungsbriefzugleich zum Groß-Almoscnier ernannt hatte, that in derleßtern Eigenschaft den Mund am weitesten auf: er batum Erbauung eines Hospitals für die zahlreichen Armender Stadt Michelhcim.

Dieser Antrag," versetzte der König,stimmt mit mei-ner deßhalb schon gefaßten Entschließung vollkommen über-ein. Ich verspreche den Armen innerhalb eines Jahresein bequemes Haus, worin sie vor allem Mangel geschütztseyn sollen."

Das ist edel, das ist brav!" rief ein Zuschauer, undein allgemeines Händeklatschen folgte darauf.