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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Kreisel legte ihnen ein Bnch vor, worin alles, was ergesagt hatte, gedruckt stand. Nun fanden sie weiter keinBedenken, sich in den Königs- und Fürstcnschcrz einzulassen.Das Sprichwort: Acmtchcn bringen Käppchen, machte ih-nen noch mehr Lust dazu. Doch nahmen sie ehrlich miteinander die Abrede, die Käppchen nicht für sich selbst, son-dern für die ganze wcrthc Stadt und Bürgerschaft zuschnci-dcn zu lassen.

Als nun der wichtige Tag erschien, hatten sie sich, wiewahre Schauspieler, ein Ankleidezimmer aus dem Nathhauseeingerichtet und legten ihre Hoftracht dort an, weil sic sichschämten, damit über die Straße zu gehen, und doch auchihrem König nicht zumuthen wollten, jeden besonders inseiner Wohnung abholcn zu lassen. Höflich erbaten sie sichdaher Tages zuvor einen einzigen Wagen, bestellten ihnvor die Thür des Rathhauscs, und waren hier Richardsbequemer und geräumiger Kutsche, die sic schon kannten,gewärtig. Statt derselbe» erschien aber ein ungeheuer gro-ßer, mit vergoldetem Schnitzwcrk gezierter Palankin, denacht Bedienten auf den Schultern trugen und eine zahlloseVolksmenge begleitete.Was in aller Welt soll das Ge-rüst bedeuten?" sagten die Senatoren, und sahen mit ge-falteten Händen einander an. Da guckte der Stadtsccrctairmit einer riesenhaften Allongcnperückc aus den seidenenVorhängen des Palankins hervor und winkte den Stau-nenden, sich herab zu bemühen. Sic aber schüttelten ihrelockenreichen Häupter und winkten ihm, herauf zu kommen.Er sprang hinter den Coulisscn hervor und schoß wie einBlitz ins Nathhaus hinein. Die Zuschauer schrien überseinen wunderlichen Anzug laut auf.

Aber ich bitte Sie, was sind das für Alfanzereien?"fuhr ihm der Bürgermeister entgegen.