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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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kleider dazu nicht hinlänglich, theils hatte Richard nichtLust, mit jedem Pinsel vertraulich zu scherzen. Es bliebdaher bei den ausgetheiltcn vier Rollen, weil der Zweck,die kleinstädtische Titelsucht lächerlich zu machen, schon da-durch erreicht ward. Doch stellte Kreisel, zu Verspottungseiner hohen Vorgesetzten, noch an, daß Richard seinemAffen ein eben solches Gewand fertigen ließ, wie es Jenenzugesandt worden war, und wie es am Cour-Tage derHofpoet selbst anlegen wollte.

Was erstaunten die Herren des Raths, als sie die Bc-stallungsbriefe und Ehrenkleider empfingen! Sic glaubten,der Ostindien sep wahnwitzig geworden.Und ist daswohl ein Wunder?" sagten sie.Er hat sich eine laugeReihe von Jahren in einem heißen Erdstrich aufgehalten,hat dort de» Krankheitsstoff eingesammelt, und wir habennun das Unglück, daß sein Koller hier ausbricht. Es istnur gut, daß er Geld genug hat, sich selbst ein Tollhauszu bauen."

So sprachen sie aus dem Rathhausc zu einander. Krei-sel war noch nicht da. Er kam und belehrte sic eines Bes-sern.Herr Richard ist bei sehr gesundem Verstände!"hob er an.Er hat bei der Stiftung seines Narrenrei-ches die gute Absicht, unscrm tobten geselligen Leben etwasmuntern Geist cinzuhauchcn. Stoßen sich die Herren nurnicht an den Namen der Sache! Die Narrenorden standenvor Zeiten in einem solchen Ansehen, daß sich Könige undFürsten nicht schämten, Mitglieder derselben zu scpn.

Herr Stadt-8ecretarie!" sagte der Bürgermeister unddrohte ihm mit erhobenem Zeigefinger:Sie stecken mitdem Ostindicr unter einer Decke und wollen uns unglaub-licher Dinge überreden. Womit können Sie die Wahrheitderselben beweisen?"