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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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rern Raum zu einer solchen, ins Große gehenden Anstaltzu finden. Da ward nun auf Einmal der Hauptstock desGasthofes wieder leer, und eignete sich vollkommen dazu:denn er enthielt vier Zimmer in Einer Reihe, und nebendenselben einen Saal, der den einzigen Fehler hatte, daßTänzer von etwas langer Statur ihre Sprünge vorsichtigzügeln mußten, um nicht mit der Scheitel an die Sternezu stoßen, mit welchen die Decke ans einem azurblauenGrunde sinnvoll bemalt war, um anzudenten, daß mansich hier in einem Himmel befinde. Herr Kreisel, der denAuftrag hatte, einen Platz für das Casfino auszuforschen,ergriff die schöne Gelegenheit, und konnte den ansehnlichenZins, den der Gastwirth forderte, um so leichter gewäh-ren, da sich Richard erklärte, dem Casfino beizutreten unddie Hälfte der Jahrmiethe allein zu tragen. Er wolltedurch dieses Opfer den knauserigen Herren und Damendes Städtchens einen Gefallen erweisen, und überhaupt dasGelingen der Sache befördern, damit er, so oft es ihmgefiele, das Vergnügen haben könnte, die schnurrigen Männ-lein und Weitstem gleichsam in ihren Schlafröckcn undNachthauben zu sehen, weil sie in einem Hause, wo sie fürihr Geld lebten, nicht, genöthiget waren, sich Zwang an-zuthun. Denn lud er sie zu Gaste, so verlarvtcn undverschönerten sie ihre Natur, und kehrten die beste Seiteheraus. Sic machten sich freilich gerade dann am lächer-lichsten, wenn sie sich vorletzten, recht zierlich und liebens-würdig zu sehn; doch auf ihren hohen Paradcpferdcn hattesie Richard schon mehrmals gesehen; er wollte sie nun auchals nachläßigc Fußgänger kennen lernen.

Sein freigebiges Anerbieten nahmen Alle, die zu demCasfino Unterzeichneten, ohne Bedenken mit Dank au; aberdennoch wäre beinahe das treffliche Werk aus zwei Ursachen