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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Frachtfuhrleute im Schlaft stört, will mir nicht mehr ge-fallen."

Kreisel schlng ihm den Ankauf eines großen Mcicrhoftsvor, der am Ende der Vorstadt lag und mit einem schö-nen, geräumigen Hcrrcnhausc versehen war, das ein inUngnade gefallener Minister erst vor zehn Jahren gebaut,und bis an seinen, kurz vor Richards Ankunft erfolgtenTod einsiedlerisch bewohnt hatte. Den Werth und dieAnnehmlichkeit des Grundstücks erhöhte ein zierlicher Lust-garten, der sich eben jetzt in Gefahr befand, vernichtet undin ein Krautfeld verwandelt zu werden. Ein reicher Bauerhandelte mit dem Erben des Ministers um das Gütchen,und hatte schon auf der Bierbank das Todcsurthcil überden Garten gesprochen. Er war aber zum Glück nochnicht Herr über Leben und Tod der Blumen und Bäume;denn der Abschluß des Handels stieß sich noch an einigehundert Thaler, die der zähe Landmann nicht geben undder geizige Erbe nicht Nachlassen wollte.

Richard entschloß sich sogleich, den Garten vom Unter-gänge zu retten. Die beiden Freunde besahen mit einan-der den Meierhof. Er gefiel dem Indier; und da ihmdie paar hundert Thaler, derentwegen sich der Krautbauerunschlüssig hinter den Ohren kratzte, eine Kleinigkeit waren,so kam der Kauf mit drei Worten zu Stande.

Einige Tage darauf bezog Richard sein neues Wohn-haus. Das machte Aufsehen! Die ganze Stadt spracheine Woche lang von nichts andcrm. Man hielt es nunfür entschieden, daß er sein Leben in Michclheim beschließenund sich mit Elisen vermählen würde. Das Letztere glaubteman um so eher, da die Sage ging, Albert und derHauptmann wären mit einander zerfallen, weil Dieseram Richardsfeste ziemlich glänzend illnminirt, und Jener