Vicrundzwanziftstes Kapite!
BlaffmanuS Drangsal und Triumph.
Richard erfuhr »och denselben Abend, daß man seinet-wegen Albcrts Fenster cingeworfen hatte. Das war ihmsehr unangenehm. Konnte nicht Albert glauben, er selbstsey der Anstifter einer so kleinlichen Rache? Diesen Ver-dacht wollte er nicht auf sich fallen lassen. Er wandte sichdcßhalb an den Magistrat mit schriftlicher Bitte, den Rä-delsführer Blaffmann nnd seine Rottgesellen zur Verant-wortung zu ziehen und ans eine nachdrückliche und ausge-zeichnete Weise zu bestrafen.
Blaffmann stand eben, wegen des Unfugs mit der Stntz-pcrücke, vor den Gerichtsschrankcn, als Richards Schreibendem Bürgermeister übergeben wurde. Er las es mit sicht-barer Gemüthsbewcgung und sagte: „Blaffmann! Blaff-mann ! Er hat gestern einen unklugen Streich über denandern gemacht! Da kommt eben ein Klagebrief, worinEr beschuldigt wird, Er habe den ersten Stein in AlbertsFenster geworfen."
„Ja, das that ich und ich rühme mich deß!" sprach derFriseur freudig.
„Bringen Sie sein Gestandniß zu Protokoll, Herr Stadt-secretair!" sagte der Bürgermeister mit einem kläglichenTone.