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,ücht zufrieden, weil er ihrer abgesagten Feindin, der Doc-tori» Salm, ein wenig die Cour machte. Ich unschuldi-ger Mann mußte darüber in der vorigen Nacht eine langeGardinen-Predigt aushaltcn. Meine Frau hat jetzt über-haupt, da sie auch von dem jungen Albert beleidiget wor-den ist, gegen alle Fremden einen heftigen Groll gefaßt.Diese Menschen, sagt sie, die ein bißchen in der Welt herumgereift sind, wollen alles besser wissen als wir. ESsind cinbildische, überkluge Sonderlinge, die uns über dieAchsel ansehcn, und uns mit ihren neumodischen Narrhei-ten in unserer gemächlichen Ruhe stören."
„Nun, ganz Unrecht haben die Frau Bürgermeisterinwahrlich nicht!" fiel der Stadtrichtcr ein. „Ich selbst geheam liebsten mit Leuten nm, die hier gezogen und geborensind und mit uns einerlei Sitten und Meynungcn haben.Mit ihnen kann man reden, wie einem der Schnabel ge-wachsen ist; aber im Gespräch mit Fremdlingen muß mansich immer Zwang anthun und auf zierliche Ausdrücke sin-nen. — Indessen könnte uns doch die Ertheilung des Bür-gerrechts einen erklecklichen Nutzen verschaffen. Herr Richardwürde diese Ehre nicht umsonst verlangen, sondern sich,nach seiner schon erprobten Großmuth, durch ein freiwilli-ges Geschenk an die Stadtkämmcrei dafür erkenntlich be-zeigen. Sie befindet sich, bekannter Maßen, in den trau-rigsten Umständen. Folglich kann uns eine ehrliche Spe-kulation, sie zu bereichern, gar nicht verdacht werden."