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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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behandelt. Wohin er sah, beugten sich alle Rücken vorihm. Von allen Seiten küßte man ihm die Hände undden Nock. Er konnte keinen Schritt thun, ohne Blumenzu zertreten, die ihm Knaben und Mädchen, von ihrenAeltern dazu angewiesen, vor die Füße streuten. Am Ende,da es an Blumen gebrach, übergoß man seinen Weg mitLaub und Gras, und er bezeigte sich dafür eben so frei-gebig, als er es vorher bei den Blumen gcthan hatte.Jeder Bürger und Handwerker, mit dem er ein flüchtigesWort sprach, bildete sich auf diese Ehre so viel ein, alshätte er einen Orden bekommen, und rühmte mit verklär-tem Angesichte sein Gluck auf dem ganzen Schießplätze.Kurz, die gesammte löbliche Bürgerschaft war trunken vonFreude und Wein, und hundert Stimmen sprachen laut denWunsch aus, daß der hohe Wohlthäter seine Wohnung aufimmer in Michelhcim aufschlagen möge.

Des folgenden Tages erschien auf dem Rathhause eineDeputation, deren Wortführer Herr Blaffmann war. Siebrachte im Namen der Bürgerschaft das Gesuch an, demIndier die höchste Ehre zu erweisen, und ihm das Bürger-recht der Stadt Michelhcim feierlich zu verleihen.

Der Stadtrichter und die beiden Rathmänner nicktenbeifällig mit den Köpfen. Doch der Bürgermeister schienüber den Antrag etwas verlegen und erthcilte den Abge-ordnete» die unbefriedigende Antwort: der Senat werdedie Sache in Uebcrlegung nehmen.

Als die Deputation wieder abgetreten war, fragten ihnseine College» nach der Ursache dieser ausweichenden Re-solution.

Ich konnte nicht anders," sagte der ehrliche Mann:ichmuß wegen des lieben Hausfriedens erst mit meiner Fraudarüber sprechen. Sie war gestern mit dem Indier gar