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bildete den Schweif der Prozession. Die Jugend schwärmteund jauchzte umher, und zahllose Frcudcnschüffe verkündig-ten das Heil, das der Stadt Michelheim widerfahren war.
So brachte man den König in seine Gemächer und über-strömtc ihn mit Ehrenbezeugungen und Glückwünschen. NurHerr Kreisel ward bei dem allen vermißt. Man sah ihnwährend des Zuges auf Feldwege» herumlaufen, als ober irre im Kopfe geworden sep. Endlich kam er athemlosan, drängte sich hin vor den König und sprach:
Du, den vom fernen JnduSstrandcDaS Glück zum König uns berief,
D» findest hier nicht Thron, nicht Lande,
Doch beugt sich jedes Herz dir tief.
Ein LovS, das jenes üFcrwieget,
Wenn ein Gekrönter, hart gesinnt,
Nur immer Land auf Land ersieger.
Und doch dabei kein Herz gewinnt.
„Mein Herr Stadtsecrctairerwiederte Richard, „Siereden immer die Sprache der Götter mit mir, in welcherich Ihnen nicht antworten kann. Aber schlicht und herz-lich versicherte ich, daß mir die Gewogenheit und Zunei-gung, die man hier gegen mich äußert, sehr viel Freudemacht."
Hierauf trat er ans offene Fenster, und sagte dem untenversammelten Volke einige angenehme Worte, von welchendas die angenehmsten waren, daß er nächstens das Ver-gnügen haben werde, sie insgesammt zu bewirthen. Einvollstimmiges Vivat — denn das heutiges Tages allde-liebte Hurrah war damals noch nicht gewöhnlich — er-schallte aus einigen hundert Kehlen, die der ihnen verspro-chenen Labung freudig entgegen lechzten.