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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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halte den feierlichen Einzug! Ich werde mich, als ihr treue-ster Unterthan, an das Gefolg anschlicßen."

Da entstand ein großes Murren im Volke. Doch dieglänzenden Schilder und anderes Geschmeide, womit manden König zu behängen pflegte, wurden gebracht. Elisecrschrack vor der abgeschmackten Last, die sie tragen sollte,und zog sich mit Erröthen zurück.

Albert flüsterte dem Hauptmann ins Ohr: er solle nichtzugeben, daß seine Tochter, wie eine Fastnachtsnärringeschmückt, dem Spott des abholden und hämischen Pöbelsbloßgestellt werde.

Roggcnbnrg fand die Erinnerung vernünftig.MeineHerren," sagte er laut,Sic scheinen zu vergessen, daßdie Statuten von Michclhcim und andern Orten, wo Schü-tzcngescllschaftcn bestehen, keine weibliche Regierung gestat-ten. Ich finde das auch sehr löblich. Die Frauen herr-schen ohnedieß schon zu viel in der Welt; die Männermüssen sich daher sorgfältig hüten, ihnen nicht noch mehrMacht einzuräumcn, als sic leider schon besitzen. Wenig-stens soll sich meine Tochter nicht nachsagcn lassen, daß sieeine neue Gattung von Usurpation oder Machtraub zuerstauf die Bahn gebracht habe."

Dieser Einspruch gefiel allgemein, und der scherzhafteVortrag desselben wurde mit Lachen und Händeklatschenbelohnt.

Alles stürmte nun auf den Indier ein, die Bürde derköniglichen Insignien auf seine eigenen Schulter» zu laden.Er bcquemtc sich zu der spießbürgerlichen Posse. Ein Theilder Bürger-Compagnie, von dem Herrn Stadthauptmannangeführr, eröffnet«: den Zug; dann folgte der schimmernde,und bei jedem Schritt klirrende König, von allen Großenseines Reiches umgeben; das übrige gewappnete Häuflein