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Richard entfärbte sich ein wenig; denn der Ausfall ge-gen die ostindischc Compagnie berührte ihn selbst, da Kmit ihr in Verbindung gestanden hatte und noch stand.Er blieb aber in seiner höflichen Fassung und sagte sanft :„Ich schätze Ihr warmes menschliches Gefühl; es läßt sichjedoch für und wider die Sache viel sagen, und ich be-halte mir vor, Ihnen an einem bequemer» Orte das Ver-fahren der ostindischc» Compagnie in ein besseres Licht zustellen.«
Minder artig als Richard betrugen sich die umstehendenHorcher. Es schien ihnen eine ungeheure Anmaßung, daßder junge Mensch dem fremden Magnaten dergleichen Dingeins Angesicht sagte. Ein unwilliges Gemurmel erhob sichdarüber, und es fehlte nicht viel, so hätte man dem frei-müthigcn Eiferer einen öffentlichen Verweis gegeben undihm Stillschweigen anferlegt.
Ihn rettete nur der glückliche Zufall, daß eben jetzt derHerr Stadthauptmann Schneppe seine Stimme erhob undsagte: „Das Scheibenschießen ist beendiget, und die balduntergehende Sonne erinnert uns, meine nach Stand undWürden hochgeschätzten Herren, den verehrten Schützenkö-nig, nach altdeutschem Gebrauch, feierlich in die Stadt zuführen. Wir alle wünschten Eines Sinnes, daß unser ho-her Gast mit dieser Würde bekleidet werden möchte, unddiese Gunst hat uns Fortuna erwiesen. Der Königsschußist zwar durch die schöne Hand einer Dame geschehen; dasthut aber unserm ersehnten Glück keinen Abbruch, allerma-ßen hier die bekannte Rechtsrcgel cintritt: daß alles undjedes, was jemand durch einen Andern verrichten läßt, da-für angenommen wird, als hätte er cs selbst vollbracht.«
„Ich übertrage meine Konigswürde und königlichen Rechtedem Fräulein von Roggenburg,« sagte Richard. „Sie