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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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tcn einander hier öffentlich bei den Köpfen. Was wollt'iD lachen!"

Elise und ihr Freund gingen eine nahe Wiese hinab,wo sic zwar vom Schießplätze her gesehen, aber nicht be-horcht werden konnten. Sie erzählte ihm, was seit Ri-chards Ankunft bis jetzt vorgefallcn war. Er hörte dieseNeuigkeiten nicht gern, weil der Fremdling nicht undeutlichMiene machte, sein Nebenbuhler zu werden. Darum warihm die Annahme des Shawls besonders verdrießlich, under tadelte sie unverholen.

Ms sie von dem kurzen Spaziergänge zurück kamen,. stellte der Hauptmann seinen jungen Freund dem Indiervor. Jeder hätte gern die Bekanntschaft des Andern ent-behrt. Doch Richard war Weltmann genug, ein freund-liches Gespräch einzulcitcu. Die Rede kam bald auf In-dien, und schon über diesen Punkt wären die neuen Bekann-ten beinahe uneins geworden. Richard stellte den Zustandjenes Landes so vor, als hätten die Eingeborncn durch dieNiederlassung der Europäer in vieler Betrachtung gewon-nen: Albert hingegen behauptete, daß die Europäer alleübrige Wclttheilc, wo sie sich aus Habsucht eingcdrängthätten, unglücklich machten.Man bedenke nur die Tha-ten der cnglisch-ostindischcn Compagnie!" fuhr er fort.Gibtes wohl eine Art von Bedrückung,- welche sich diese Ge-sellschaft von Kaufleutcn nicht erlaubte? Mit gewaffnctcrHand und unerhörter Grausamkeit verjagte sie OstindiensFürsten und bemächtigte sich ihrer Besitzungen. Geschiehtetwas Achnliches in Europa, so wird der Eroberer allge-mein verwünscht, und das mit Recht. Aber die brittischenKrämer hört man nicht sonderlich tadeln; und doch habendie von ihnen gemißhandelten Ostindicr eben so gut Men-schenrechte als wir."