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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
89
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Neunzehntes Kapitel.

DcS Königs Sinziig.

Wie? du wolltest feigherzig fliehen?" sagte der Haupt-.mann.Das war' ein seines Stückchen von einer Solda-tentochter! Bleib du getrost an meiner Seite! Ichschütze dich, trotz meinen Krücken, gegen die Bande!Und sieh, da bekommen wir Succurs!"

Sie blickte auf und ward roth. Ein junger, wohlge-wachsener Mann galoppirte daher, schwang sich am Schieß-plätze vom Pferde, überließ es einem dienstwilligen Kna-ben, durcheilte mit nachläßigen Verbeugungen, die nochkälter erwiedert wurden, die hohe Gesellschaft, und begrüßtemit Freude und Herzlichkeit Elisen und ihren Vater. Eswar Albert, der geliebte Hausfreund. Er kam eben voneiner Reise zurück, her Weg führte ihn bei dem Schieß-plätze vorbei, er sah mit Erstaunen die schöne und häß-liche Welt des Städtchens versammelt, und cs war ihmunmöglich, vorbei zu reiten, ohne die Geliebte hier zusuchen.

Das wird eine lustige Komödie werden!" sagte die Bür-germeisterin zu ihren Hofdamen.Da führt das Unglückden alten Liebhaber her, indem sich eben ein neuer einni-sten will oder schon eingenistet hat. Ich wünschte, sie krieg-