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Sechzehntes Kapitel
Ei» christliches Gespräch am Kaffeetische.
Zu Hause wählte Richard aus seine» ostindischcn Schä-tzen einen prächtigen Shawl und übersandte ihn demHauptmann mit schriftlicher Bitte: seiner Tochter diesesTuch, zum Andenken eines Freundes, zu übergeben. Erkonnte die Rückkunft des abgefcrtigten Dieners kaum er-warten. Es war ihm bange, das Geschenk würde stehen-des Fußes abgclehnt werden. Aber der Diener kam mitder Meldung zurück: der Hauptmann habe das Päckchenmit Danksagung angenommen.
Eine Stunde nachher erhielt Mchard folgenden Brief:
8. I.
Weither Herr!
Ich war zweifelhaft, wie ich mich bei dem empfange-nen Geschenke benehmen sollte. Es Ihnen auf derStelle zurückzuscnden, war mein erster Gedanke; dochich verwarf ihn, weil ich Sic nicht beleidigen wollte.Ich behalte daher die schöne Gabe — unter Schloß undRiegel. Die Klugheit verbietet meiner Tochter den öf-fentlichen Gebrauch einer so Prächtigen Hülle, die nurfür die Kinder des Rcichthums gewebt ist. Sie kennen,mein Herr, den Geist der kleinen Städte noch nicht!