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wicdcrte Roggenburg. „Ringt man aber die Hände, undächzt und stöhnt, so dringt er einem immer näher undempfindlicher auf den Leib."
„Ich freue mich," sagte Richard, „einen Helden zu sehen,der ein bedeutendes Unglück mit so heiterer Laune besiegt."
„Hin ist hin!" sprach der Hauptmann. „Meine gesun-den Beine bekomm' ich nun einmal nicht wieder; doch chewir weiter davon sprechen, erlauben sie mir die Frage:welche Veranlassung mir die Ehre Ihres Besuchs verschafft."
„Ich bin gesonnen, mich einige Zeit hier aufzuhalten,"antwortete Richard, „und bewerbe mich daher um dieFreundschaft der angesehensten und achtungswürdigstcn Per-sonen des Orts."
Der Hauptmann erwicderte diese Höflichkeit mit schick-lichen Worten, äußerte aber dabei seine Verwunderung,wie ein Mann, der Hindostans Zaubcrwelt gesehen habe,nur einen Tag lang in Michclhcims flacher und reizloserGegend mit Wohlgefallen verweilen könne.
Richard sagte: cs werde sich mit der Zeit entwickeln,was ihn hier festhaltc. — Hiermit sprang er über diesenPunkt hinweg und ersuchte den Hauptmann, ihm zu er-zählen, bei welcher Gelegenheit er seine Beine verlorenhabe. Das that der alte Held sehr lebhaft und gründlich.Er zeichnete die Stellung des feindlichen Heeres und denStand der Batterie, die ihn niedcrgeschmcttert hatte, mitKreide auf den Tisch, und sagte lustig: „Sehen Sie, sokam ich noch glücklich davon! Ich hatte dem Vaterlandemein Leben versprochen, und es ließ sich mit den Beinenabfinden."
„Beneidcnswcrthcr Mann, daß Sic so scherzen können!" —
„Ich stahl halb und halb meiner Tochter diesen Gedan-ken. Sie hat ein recht artiges Lied auf mich gedichtet,worin eine ähnliche Stelle vorkommt." —