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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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wohlhabend scheinen will, so darf sich mein größter Schatznicht verbergen."

Elise küßte ihn gerührt, brachte ein Paar Tabakspfeifen,die eben nicht den Dienst hatten, bei Seite, und setzte sichdann ruhig an ihren Arbeitstisch. Das kleine Zimmer,das sie bewohnten, war zu jeder Zeit ein Muster vonReinlichkeit und Ordnung: es bedurfte daher jetzt keinesweitern Aufräumens. Der Vater stopfte sich eine Pfeife,nahm aus seiner Bibliothek, die in Pauli's Leben Preu-ßischer Helden und Tempelhof's Geschichte des siebenjäh-rigen Krieges bestand, einen Theil des letzter» Werkesund las mit Andacht darin, bis ein Mohr des Ostindiersdie Klingel am Vorhause, nach englischer Sitte, mit sol-cher Heftigkeit zog, daß er den Draht zerriß und den Griffin der Hand behielt.

Gott bewahr' mich! Brennt denn das Haus?" sagteder Hauptmann, und erhob sich auf seine hölzernen Beine.Elise flog nach der Thür und öffnete sic.

Der Ostindier, der selbst schon draußen stand, war über-rascht , als er die schöne Pförtnerin erblickte.GnädigesFräulein," sprach er,ich setze kaum den Fuß ins Haus,so habe ich auch schon einen Schaden angerichtct. Siemöchten sich fast scheuen, mich über Ihre Schwelle zulassen."

Kommen Sie getrost näher, mein Herr!" rief derHauptmann.Das Unglück stallt nicht mit mir, wennSic mir's auch zuführen wollten. Ich Hab' ihm so oftins Gesicht gelacht, daß es sich nun ordentlich vor mirfürchtet."

Also durch Lachen kann man diesen Unhold bannen?"sprach der Ostindier, indem er ins Zimmer trat.

Das ist die kräftigste Waffe gegen diesen Feind!" er-