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von sich eingenommener Menschen. Das gilt, mit wenigenrnhmwürdigcn Ausnahmen, von den Männern. DieFrauen und Mädchen — nun ja, die verstehen meistensein gutes Stuck Essen zu kochen und die Wäsche in Ord-nung zu halten t das ist aber auch die ganze Summe ih-rer Verdienste. Die Grazien der Weiblichkeit sind fern vonihnen. Findet man auch hier und da ein hübsches Gesicht,so ist's eine schöne hohle Larve, wie sie, nach einer altenFabel, der Fuchs im Grase fand und höchlich bedauerte,daß sie kein Gehirn habe. Eine solche geistlose Venus kannnur einem Böotier gefallen. Aber der unerträglichste Hanpt-makcl der meisten Kleinstädterinnen ist die leidige, ihnenangcborne, unvertilgbare Klatschhaftigkeit. Das ist eineSchlange, die Jeden sticht. Der sriedsamste und gutinü-thigste Lcbenspilger wird von ihr verwundet. Ich erfuhrdas oft selbst und rächte mich dafür vor einiger Zeit durchdieses Epigramm:
Mit Rosen vergleiche» ter Dichter GesängeManch schönes Kind:
Nur Schade, daß unter der MengeBiel Klatsch rosen und."
„Sic urtheilen sehr strenge!" sagte Richard. „Aber Sienehmen doch wohl von dieser scharfen Rüge Ihre gestrigeTänzerin ans?"
„Ich bemühe mich, sie zu bilden," versetzte Kreisel. „Undich hoffe, es wird mir gelingen, ihr Gcmüth über die Ge-meinheit ihrer Mitschwestern zu erheben."
„Auch andere werden nach und nach, durch dieses Bei-spiel aufgeregt, ihren Geist mehr anbaucn;" erwiedertc Ri-chard. „ES ist für jede kleine Stadt ein wahres Glück,wenn sich ein Mann von Geist und Geschmack in ihrenMauern befindet."