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Zwölftes Kapitel.
Dünkel und Selbstlob.
Herr Kreisel schlief nur ein paar Stunden, warf sichdann in sein Gallalleid und eilte ins goldne Faß, um eineschwache, in jeder Hinsicht schwache Sammlung von Ge-dichten, die er kurz zuvor herausgegeben hatte, dem Indierzu überreichen. „Ich komme," sprach er, „Sie wegen dervielen Albernheiten, die gestern unter Ihren Augen vorfie-len, um Verzeihung zu bitten. Ich achte mich vor allenAndern zu dieser Abbitte verbunden, weil ich es war, derden unselige» Ball, bei welchem sich verschiedene meinerMitbürger lästig und lächerlich machten, in Anregungbrachte."
„Das alles bedarf keiner Entschuldigung," sagte Richard.„Ich dank' cs Ihnen vielmehr, daß Sie mir Gelegenheitgaben, einige Hauptpersonen dieses Orts, der für mich eingewisses Interesse hat, früher kennen zu lernen, als es ohneIhren glücklichen Einfall geschehen wäre."
Es ward nun über den Geist der Kleinstädter im All-gemeinen gesprochen. Der Indier vertheidigtc sic aus Höf-lichkeit. Kreisel hingegen äußerte sich auf eine absprcchendeWeise, die wir weder loben noch billigen können. „Jedekleine Stadt," sprach er, „ist ein Böotien, ein Sam-melplatz beschränkter, langweiliger, und dabei aufs höchste