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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Hast du's gehört?" sagte sie:Dieser junge Mann istaus Abpffinien gebürtig."

So?" sprach der Doctor, und setzte mit einem feier-lichen Lehrtonc hinzu:Wird auch von Andern Habes-synien genannt, und von einem Kaiser beherrscht, wel-cher der große Neguz heißt. Haben wir dieses gekrönteHaupt jemals gesehen?"

Ich nicht," sagte Golo.

Wir aber sehn ein gekröntes Haupt vor uns;" zischelteKreisel dem Advokaten ins Ohr.Und ich wette, daß dievielen Kronen, die es schon trägt, nächstens noch mit einerschwarzen vermehrt werden."

Das glaub' ich unmaßgeblich selbst!" versetzte Striegel,und schlug ein lautes Gelächter auf.

Die Doctorin merkte, daß über ihr Gespräch »nt demMohren gcwitzclt wurde, unv brach cs plötzlich ab, be-hielt sich aber vor, die angenehme Unterhaltung an einemschicklicher» Orte fortzusetzen. Sie bat ihren Mann leise:er möchte doch den Mohren Golo cinladen, des folgendenTages gegen Abend zu ihnen zu kommen, weil sie gernvon seinem Vaterlands und dein großen Ncguz etwasNäheres erfahren möchte.

Morgen gegen Abend?" sagte der Doctor.Da geh'ich ja in den Clubb."

Ach, daran dacht' ich nicht!" erwiederte sie.Doch wiewär'S, wenn du einmal dein gewöhnliches Spielchen ver-säumtest ?"

Nein, das darf ich, bei meiner Ehre! nicht;" sprach er.Du weißt, ich habe vor acht Tagen einen Gulden ge-wonnen, und muß mich nun einstcllen, um ihn allenfallswieder zu verlieren. Aber bei dem Gespräche mit dem