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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Eilftes Kapitel.

Der große Neguz.

Wahrend des Tanzes wurden, wie gewöhnlich, Erfri-schungen herumgegeben. Dieses Geschäft verrichteten die Moh-'ren, unter welchen fich einer durch seine schöne Gestalt undfeine Manieren auszeichnete. Er war schwarz wie dieschwärzste Nacht, hatte vcilchenfarbeue Lippen, die bei seinerNation für eine besondere Schönheit gehalten werden, undwar überhaupt in seiner Art ein netter, doch dabei starkerund rüstiger junger Mann. Das schien vor allen Anderndie Frau Doctorin Salm zu bemerken. Ihr Auge has-tete lüstern auf dem schwarzen Herkules, und sie machtefich viel mit ihm zu schaffen. Sie forderte bald eine SchaleThee, bald ein Glas Wasser von ihm, und ließ sich endlichsogar, da er fertig Deutsch sprach, in eine Unterredungmit ihm ein. Sie fragte, wie er heiße und wo er gebo-ren sep.

Mein Name ist G olo," sprach er,und Abyssinicnist mein Vaterland."

Ach, Männchen, komm doch her!" rief sie ihrem Ge-mahl zu, um ihn, da sie sich beobachtet sah, zum Deckman-tel zu brauchen.

Was beliebt meinem Mäuschen?" fragte der zärtlicheGatte im Herschreiten.