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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Solo." Einige Paare wollten sich aus Mitleid anrcihcn,doch Kreisel wies sie durch einen verstohlenen Wink aufihre Stühle zurück. Der Doctor wartete eine Minutelang auf Gesellschaft und Gefolge, und da jedermann un-gehorsamlich ausblieb, stampfte er gewaltig mit dem Fußeund donnerte gebieterisch den Musikanten zu:Polonaise!" Sie ward aufgespiclt, der Herr Doctor setzte sich, miteinem tiefen Reverenz gegen seine treue Ehehälfte, in Be-wegung, stemmte den linken Arm in die Seite, und Min-derte, den umhcrsitzcnden Spöttern zum Possen, eine ganzeViertelstunde lang im Saale herum.

Indessen vertrieb sich Herr Kreisel die Zeit recht ange-nehm bei Lieschen und der Champagnerflasche, und wähltezugleich aus dem Tasche »buche zum geselligenVergnügen einen englischen Tanz, den er mit seiner Ge-liebten aufführen wollte. Aber der ehrgeizige Doctor hattedieselbe Absicht. Er stellte sich so nahe als möglich an einFenster, damit ihm niemand vortreten und ihn behindernsollte, von diesem Standpunkte den Tanz mit seiner Frauzu beginnen. Kreisel wollte sich nicht mit ihm zanken,aber dennoch sein Vorhaben durchsetzen. Er, ein sehr ge-übter Tänzer, hielt es für ein Leichtes, de» ausgemachtenStümper in diesem Fache zu überwältigen und mit derAnordnung eines Tanzes früher als Jener fertig zu wer-den- Er trat daher mit seinem Mädchen unten an dieWand, den Fenstern gegenüber, als ftp er in Demuthentschlossen, die verhaßte Stelle des letzten Paares einzu-nchmen. Sobald aber zwischen ihm und seinem Antipodenfünf oder sechs andere Paare cingetreten waren und eineGaffe gebildet hatten, warf er sich zum Häuptling auf undübte sich schnell und flüchtig mit seinen nächsten Nachbarnin den Touren eines Tanzes, den er aus dem Taschenbuche