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cin verlorner Prozeß. Desto heiterer ging der Bräutigaman ihrer Seite: denn das feine Sümmchen ihres künfti-gen Einbringens konnte ihm kein Federstrich eines Urtheils-verfafsers vermindern.
Herr Kreisel, dem man es lassen mußte, daß er Lebens-art verstand, ersuchte den Indier, den Ball zu eröffnen,ungeachtet ihm darüber der Doctor mit den großen Stiefel-quastcn ein schiefes Gesicht zog, weil er sich, wegen seinerhohen akademischen Würde, für den Vornehmsten in derGesellschaft hielt, und folglich zu der Ehre des Vortanzesmehr Recht, als der unbetitelte Fremdling zu haben glaubte.Richard, der dieses Micnengezänk nicht bemerkte, bot derFrau Bürgermeisterin zu einem polnischen Rnndtanz dieHand. Eine neue herbe Beleidigung für den Doctor! Erhatte sich fest eingebildet, daß wenigstens seine Gemahlindieses Vorzugs genießen würde. Darum setzte er sich mitihr in einen Schmollwinkel, und beide schlugen alle Ein-ladungen, sich an den Tanz anzuschlicßcn, hartnäckig aus.Die klebrigen durchkreisiten ohne Ausnahme den Saal.Selbst der Herr Senator Trottel hatte sich mit der gräm-lichen Braut des Rabulisten gepaart, und keuchte mühsam,doch fröhlich, in der Runde herum.
Sobald der Tanz zu Ende war, sprang Doctor Salmtrotzig ans und führte seine Gemahlin an den Platz derVortänzcr, um mit ihr der Führer einer zweiten Polonaisezu werden. Aber der Stadtsecrctär stellte ihm vor: derpolnischen Nation sey ihr Recht geschehen: man könne sich,weil cs schon spät sey, nicht länger bei ihr anfhaltcn, son-der» müsse unverzüglich, den jungen Damen zu Gefallen,die raschen Tänze anderer Nationen vornehmen. «Wirbeide habe» noch nicht polnisch getanzt," versetzte der Doc-tor, „und will uns niemand folgen, so tanzen wir ein
L»u,Mi»'S stimmt!. Lchr. VII. Bd. 4