und schritt dabei so steifbeinig und langsam einher, daßsich selbst die ernsthaften Lehrer bisweilen nicht enthaltenkonnten, über den jungen Affen des Alters zu lächeln.
Er aber buhlte gerade mit seiner Narrheit um ihrenBeifall, und drängte sich allenthalben in ihre Nähe. Wennzum Beispiel unter der Aufsicht eines Lehrers Spaziergängeaußerhalb der Stadt gemacht wurden, und die muthigeJugend auf einem grünen Platze de» Ball schlug und an-dere Leibesübungen vornahm, da zog 8»I,»iu8 ein lateini-sches oder griechisches Buch aus der Tasche und wandeltedamit vor den Augen des Lehrers herum. Er las jedochwenig oder nichts, sondern schielte nur über die Blätterhinweg, ob er von dem Manne, den er durch seinen heuch-lerischen Fleiß blenden und täuschen wollte, bemerkt werde.
So lebte er, ohne sonderlich viel zu lernen, sechs Jahreauf der Schule, wie eine Eule, die mürrisch in ihrer Baum-höhle sitzt, indessen andere Vögel den Wald singend undfröhlich durchschwärmcn. Er hatte keinen Freund: dennnur Gleich und Gleich gesellt sich gern, und ein Narrseines Schlages war nicht vorhanden. Wer mit ihm um-ging, that es blos, um sich an seine» Thorheitcn zu be-lustigen.
Als die Stunde seines Abzugs von der Schule gekom-men war, lud er zehn oder zwölf dieser losen Vögel, dieseine Freunde hießen, in ein öffentliches Gasthaus auf einenValctschmaus ein. Sie gingen vergnügt dahin; aber Herr8-lImiu«, den sie dort als geschäftigen Wirth zu findenglaubten, hatte schon eine ihm anfgestoßcne Rcisegelegen-heit benutzt, war damit über alle Berge nach seiner Hei-math gefahren, und ließ sich deßhalb bei seinen Gästenentschuldigen. Sic stutzten und fragten sich: „Haben wirdenn heute den ersten April?" Doch der Gasthalter führte