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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Herr Kreisel senkte schweigend sein Haupt, legte dierechte Hand an die Stirn und winkte mit der linken, ihndurch kein Gespräch zu stören. So stand er eine Minutelang in tiefem Nachdenken. Jedermann war neugierig,was der kreisende Berg für eine Maus gebären würde.Endlich drehte er sich schnell auf dem Absatz herum, wandtesich zu dem Indier und sprach:

»Den Damen zuckt es in den Füßen.

Sie mochten gern die Tanzluft büßen.

Gestatten 'S Gw. Herrlichkeit?

Die.Musikanten sind bereit." *

Ich hänge ganz von den Wünschen meiner lieben Gästeab," antwortete Richard und befahl seinen Dienern, denSaal des Hauses sogleich erleuchten zu lassen.

Aber der Mensch, der Stadtsccrctair, hat anch Einfällewie ein altes Haus!" sagte die Bürgermeisterin.Wersoll denn tanzen? Die beiden jungen Mädchen machendas Kraut nicht fett, und außer ihnen'ist ja keine Tänze-rin hier: denn ich und die Frau Gevatter Senatorin, wirMarsen höchstens eine Polonaise."

O, die Frau Bürgermeisterin machen sich gar zu in-valid!" versetzte Kreisel. Ucberdieß erbiete ich mich, wennes unser Herr Wirth genehmiget, innerhalb einer Stundeeine hinlängliche Anzahl rüstiger Tänzer herbeizuschaffen."

Richard gab ihm hierzu volle Macht und Gewalt. Aberder Herr Stadtrichter zog seine Uhr an einer, ellenlangenKette hervor und sagte:Ich muß, Kraft meines Amtes,gegen den versehenden Ball eine feierliche Protestation ein-lcgen. Es fehlen nur noch sieben und eine halbe Minute,so schlägt die Glocke zehn und cs wird also wahrscheinlichMitternacht, che und bevor der Ball, wegen der noch in