Er wollte, als die wohlgerathcne Arbeit fertig war, dieMühe seines Kammerdieners mit einem Zchnkreuzer beloh-nen. Der stolze Mensch schlug aber das ansehnliche Ge-schenk aus; und als es ihm der dankbegierige Mann den-noch aufdrang, ließ er es heimlich, indem er ihm die Pe-rücke von hinten zurecht rückte, in den Haarbeutel fallen.— Darin fand es, im Vorbeigehen gesagt, Madame Trot-tel, als sie des folgenden Tages das seidene Prachtstückwieder ausbewahrcn wollte. Dieser Fund nahm ihr einenStein vom Herzen. Sie hatte, wie sic gewöhnlich that,das Taschengeld ihres Eheherrn nachgezählt, hatte denZehnkreuzer vermißt und über die cingestandene Verschleu-derung desselben bereits tüchtig gezankt.
Druckschrift
3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten