Siebentes Kapitel.
Der Affe.
Die bestürzte Gesellschaft hatte kaum ihre beleidigtenZungen durch Wein und Confect ein wenig zufrieden ge-stellt, als unvcrmuthct der ruhige Genuß dieser Süßig-keiten durch die Ankunft eines vierbeinigen Gastes gestörtwurde. Dieser Gast war Richards Affe, der die Gewohn-heit hatte, täglich beim Nachtisch zu erscheinen und seinenThcil zu empfangen. Er kam also auch jetzt, sprang aufdie Tafel, nahm in der Mitte derselben Platz und begafftedie Fremden nach der Reihe. Sie saßen während dieserMusterung mäuschenstill und enthielten sich jeder Bewe-gung, um ihn auf keine Weise zu beleidigen. Die beidenMädchen sah er mit einer Art von Freundlichkeit an. Al-len übrigen aber schnitt er Fratzcngcsichter. Das häßlichstebekam Herr Trottel, der sich nicht wenig darüber entsetzte.War die Kürbisgestalt seines Kopfes, oder die lockenreiche,stark gepuderte Perücke, oder das zicgclrothe Kleid, das ertrug, dem Affen zuwider: wer weiß das? Er erklärte sichnicht deutlicher darüber, und eine Näscherei, die ihm seinHerr reichte, setzte ihn auch sogleich in bessere Laune.
Richard erzählte von seinem Liebling mancherlei Possen,und rühmte ihn, daß er nicht so hämisch sep, wie mancherandere seines Gelichters. Er forderte die Damen aus, sich