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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Vordermann.Ich weiß nun zwar wohl, daß die schwar-zen Niepel keine Kannibalen oder Cannibalen sind:es war'aber doch schauerlich, wenn man sich zwischen sol-chen wildfremden Tcufclsgestalten, die noch dazu Schlacht-schwerter in den Händen hatten, durchklemmen müßte. Ichglaube, meine Mädchen hätten laut aufgeschrieen und wä-ren nicht ins Haus zu bringen gewesen."

O, schweigen Sie doch, Papa!" schnatterte Lieschen.Wir fürchten uns wohl weniger, als Sic! Wissen Sicnoch, wie Sic neulich mit Zetergeschrei vor einer Mausdavon liefen?"

Er wollte sich verthcidigcn; doch das Wort starb ihmauf der Zunge, weil eben jetzt Herr Richard in einer vielprächtigem Kleidung, als er aus dem Rathhause trug, ander Thür erschien, um seine Gäste zu empfangen. Erbegrüßte sie erst allgemein, bot dann der Frau Bürger-meisterin die Hand, und führte sie die Treppe hinauf.Diese Abtretung der Dame geschah von Seiten des Stadt-richters mit großer Feierlichkeit. Dann begab er sich insletzte Glied, um cs voll zu machen. Die bisherige Lückewar ihm den ganzen Weg entlang ein Aergerniß. Erhätte gern die ganze Welt mit Cirkcl und Lineal in Ord-nung gebracht. Alles mußte Lei ihm, wie er zu sagenpflegte, nach der Tabulatur gehen.

Richard führte seine Gäste in ein Zimmer, dessen Prachtsie in Erstaunen setzte. Sic glaubten, in das Prunkge-mach eines Zauberers zu treten. Die Fenster waren, un-geachtet die Sonne noch schien, dicht verhangen, und dieWände, deren weiße Kalkfelder sonst Schmutz und In-schriften von Narrenhänden entstellten, mit Tapeten beklei-det. Ein Kronleuchter strahlte zwischen Blumengewindenvon der Decke herab, und auf der Tafel brannten Wachs-