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Sechstes Kapitel.
Dos Gristinahl.
Die Wirthin des goldenen Fasses war nicht als einegroße Künstlerin im Kochen und Braten berühmt; die Da-men ließen daher über die Speisen, zu deren Genuß siecingeladen waren, im voraus eine scharfe Kritik ergehen.„Denken Sie an mich, Frau Gevatter!" sagte MadameTrottel: „Der Braten wird entweder halb roh oder ver-brannt seyn, denn die Mittelstraße weiß sie gar nicht zutreffen."
„Sie haben Recht, liebe Frau Gevatter!" versetzte dieBürgermeisterin. „Ich fürchte mich aber besonders vordem Fische! Der ist immer so wenig gesalzen, daß ich mirfast einmal das Fieber an den Hals gegessen habe."
„Ob's wohl Kuchen setzen wird?" sagte LieschenTrottel.
„Spitze doch darauf nicht den Mund!" erwiederte Schwe-ster Gleichen. „Es gibt doch höchstens nur einen tro-ckenen Napfluchen, nnd da muß man immer von einerRosine zur andern eine Meile weit reisen."
Unter diesen Gesprächen kamen sie an den Gasthof, undder dicke Mann im letzten Gliede sah mit Vergnügen, daßdie Wachen von der Thür abgegangen waren. „Das isteine Höflichkeit, die mir sehr gefällt!" sprach er zu seinem