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und die Reihe kam nun an den dicken Rathshcrrn, der nebendem dürren Stadtrichtcr stand, wie ein ungeheures Faß,an welches eine Hopfenstange gelehnt ist.
„Hier sehen Sie," sagte der Bürgermeister, „den Se-nior unsers Collegiums, den Herrn Rathmann Trottel, derlängst an meiner Stelle walten könnte, wenn er sie nichtaus Bescheidenheit — oder Bequemlichkeit — ausgeschlagenhätte. Ein Bürgermeister hat freilich alle Hände voll zuthun, muß immer bei Tag und Nacht auf dem Platze sepn,und das wäre denn allerdings diesem guten Herrn, demseine täglichen Mahlzeiten trefflich gedeihen, allzu beschwer-lich geworden. Dessen ungeachtet ist er nichts weniger alsunthätig, sondern hat außer seiner Rathsstelle noch ver-schiedene Aemter und Aemtchen. Er ist Marktherr, Inspek-tor des Kuttelhofs und der Fleischbank, und verpflichteterBierkoster: denn auf gutes Bier halten wir sehr. — Auchstehen nebenbei noch die Ziegen, Schweine - und Gänse-hirtcn und der Nachtwächter unter seiner bcsondern Auf-sicht" — Hier hielt der Bürgermeister inne, sann einenAugenblick nach, und wandte sich dann an den Dicken mitder Frage: „Haben Sie sonst noch ein Amt?" —
„Gottlob, nein!" antwortete Herr Trottel, und rieb sichmit zufriedenem Lächeln die Hände.
Der dritte und letzte Mann in der Reihe zeichnete sichdurch eine Stntzperücke und halbgeistliche Kleidung aus.„Das ist der Herr Senator, Magister Gabriel!" sagteder Bürgermeister. „Dieser Ehrenmann war vordem Can-didat der Theologie, entsagte aber der Kanzel, um alsobrigkeitliche Person in seiner Vaterstadt Nutzen zu stiften.Das thut er auch, wie ich ihm ins Angesicht sagen muß, aufdie rühmlichste Weise. Er hat bei uns das geistliche De-partement: ist Schulinspector, Kirchenvorsteher, Organist—"