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3 (1847) Die Kleinstädter und der Fremdling. Novellen : mit sechs Stahlstichen
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Wic eine Compagnie Soldaten, die ohne alle Ordnungvor des Hauptmanns Quartiere stand, sich schnell in Reihenund Glieder stellt, wenn der Feldwebel ihre Namen ver-lesen will: so traten jetzt die Rathsherren nach ihremRange neben einander. Der Bürgermeister nahm den ihmgebührenden Platz an der Spitze ein, und fing, um seinerWürde nichts zu vergeben, bei seiner eigener Person an:Ich bin der regierende Bürgermeister Felden"

Felden?" unterbrach ihn der Indier hastig undthat einen Schritt vorwärts, als wollte er ihn umarmen.Er zog flch aber sogleich wieder zurück, legte die Hand anden Kopf, klagte über einen Anfall von Schwindel, undbat fortzufahren.

Ich bin also," sagte Herr Felden,der regierende Bür-germeister, und war vormals lvleäicinae et LIiirurKisekraetieus allhier, nahm aber die Doctorwürde nie an,weil ich mir aus dem leidigen Titelwcsen nichts mache.Ich zog mich auch vor mchrcrn Jahren ganz aus diesemFache zurück, und widme jetzt meine ganze Thätigkeit ein-zig und allein den Regierungsgeschäften."

Der Indier bezeigte durch höfliches Kopfnicken seinenBeifall.

Herr Felden wandte sich hierauf zu der Reihe seinerAmtsgcnofsen, deutete mit der Hand auf den Flügelmann,einen sehr langen, winddürren Herrn, und sagte:Ichhabe die Ehre, Ihnen hier den Herrn Stadtrichter, Stadt-hauptmann, Postverwalter, auch Stadtsteuer - und General-Consumtions - Accise - Einnehmer Schneppe vorzustellen."

Nicht minder Kriegs-Contributions-Kassen-Controllcur!"setzte Herr Schncppc selbst hinzu, weil der Namenhcrold diese wollte Gott entbehrliche! Ehrenstclle vergessen hatte.

Der Indier verbeugte sich vor dem titelreichen Manne,