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tzen und verriegeln. Das geschah ohne Widerspruch; denndie gesammtcn Herrn waren wieder muthlos geworden.
Kaum war der Riegel vorgeschoben, so dröhnte schondie Treppe unter den Fußtritten der furchtbaren Gestalten,und es ward rasch und gewaltig an die Thür geklopft.Mit bangen Gesichtern sahen sich die Rathsherren schwei-gend an. Der ungeduldige Klopfer machte sich nochmalslaut. Jetzt gab sich der Bürgermeister ein heidenmäßigesAnsehen, als wollte er sagen: ich will und muß für diemir anvertraute Stadt eine große That thun! So trat eraus der Mitte seiner Amtsbrüder heraus, ging ein paarSchritte weiter nach der Thür hin und fragte mit einemzitternden Tone: „Wer klopft draußen?"
„Ein Fremdling, der dem Magistrat dieser Stadt auf-warten will)" antwortete eine starke, doch freundlicheStimme.
Der Bürgermeister ward muthig, als er unerwartetDeutsch sprechen hörte. Er griff nach dem Riegel, um dieThür zu öffnen. Da brach Herr Trottel eilig unter demTische hervor, zog ihn am Aermcl.von der Thüre zurück,und bat leise, sie nicht, so unvorsichtig aufzumachcn, son-dern vorher darauf zu bestehen, daß sich die Mohren ent-fernen und in den Gasthof zurückkehren müßten. DieserWarnung gab der Bürgermeister geneigtes Gehör und riefdurch das Schlüsselloch: „Magistratus wird nicht anstehen,den ehrenhaften Besuch zu empfangen; da aber Wehr undWaffen nach alter Sitte und Gewohnheit an Gerichtsstät-ten nicht üblich sind: so wird geziemend gebeten, die schwar-zen Gewappneten abziehen zu lassen."
„Sehr gern!" war die Antwort. Man hörte auch so-gleich das Getümmel des Rückzugs auf der Treppe, undsah das ganze, aus fünf Personen bestehende Gefolge über