II. .fpptff. Unterf. b. SoI)tf. ßeibnig'ö ü. b. leb. Är. §■ 27.
bie üon bem Anfänge bcr ^Bewegung eines .Körpers £>i§ ju einemgeioiffcn fPuncte ücrflicfjet, bie SBcbingungen ber lebenbigen .Kraftganj unb gar in fiel) faffe; fo fann man auch nicht leugnen, baffin einer jweimal größeren Beit auch jweimal mehr üon biefen 58e=bitigungen fein mürben; benn bie Beit t)at feine anberen S3eftim=mungen, wie ihre ©röfe. Unb wenn bafier eine einfadt?c Beit berjureichenbe ©runb i(l, eine neue ©imenfton in bie .Kraft einesKörpers l)ineinjubringen, fo wirb eine jweifache Beit jmei folcfjer£)imenfioncn feljen (nadf> ber Siegel: rationata sunt in proportio-ne rationum suarum). SJtan fann noef) hinjufehen: bafi bie Beitnur beSmegen eine S3cbingung jur lebenbigen Kraft fein fonnte,weil bcr Körper bei ber SSerfltefiung berfelben fiel) üon ber 23ebin=gung ber tobten, welche in bem 2tnfangSaugenbli<fe befielet, entfer=net; unb beSwegen biefe Beit eine beftimmte ©r6jfe f>aben muffe,weil er in weniger Beit fiel) üon ben 33eftimmungen ber tobten .Kraftnicht genug entfernet .haben würbe, als eS bie ©reffe einer lebenbi-gen .Kraft erforbert. £>a er fid) nun in einer größeren Beit üonbem 2lnfangSaugenbMe, b. i. üon ber 33ebingung ber tobten .Kraftimmer weiter entfernet; fo mühte bie .Kraft beS Körpers inS Un=cnbliche, je langer er fich beweget, auch bei feiner einförmigen ©e^fehminbigfeit immer mehr unb mehr 2lbmeffungcn erlangen; welchesungereimt ijf.
©S ifl alfo erjfenS bie 2lbwefenheit ber SBirfIid> =feit ber ^Bewegung nicht bie wahre unb rechte S3ebin =gung, welche bcr .Kraft eines Körpers bie ©chähungber fchledhten ©efd>winbigfeit jueignet.
BweitenS: weber bie SSirflichfeit ber ^Bewegungüberhaupt unb bie bamit üerfnüpfte allgemeine unbbeftimmte ^Betrachtung ber üerfloffenen Beit, nochbie beftimmte unb gefegte ©rößc ber 3bit ift ein jurci*che n ber ©runb ber lebenbigen Ära ft, unb ber ©chäj =jung berfelben nach bem Sluabrat.
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