358 tfntbropologie. II. SEFjcil. 2tntl)eopol. ©bataEtetifiif.
Untere auch bet ffiBeitem niefjt üon ber Stühlicbfeit ift, als bet mitgefunbem 33erftanbe3tatent oerbunbene gleig be3 SPeutfcben. —.£>iefe3 fein 6f>avafter im Umgänge i|t S3efc^eibcnt>eit. @t lernt,mehr al3 jebe§ anberc 2$olf, frembe ©praßen, iff, (wie 3?obcrt|onftcb auäbrücft,) ©rofibdnbler in bet ©elebrfamfeit, unb fommfim Selbe bet SBBiffenfetjaften juerft auf manche ©puren, bie nad)*ber üon ttnberen mit ©eräufcb benutzt werben; et bot feinen 9ia=tionalfiotg; bongt, gleich als Kosmopolit, auch nicht an feinet^»eimatb. Sn btefer aber ift er gajtfreier gegen Srembe, als irgenbeine anbere Station, (wie ffioäwell geftefjt;) bifciplinirt feine Kirnber gut ©ittfamfeit mit ©trenge, wie er bann auch, feinem4>ange gut Srbnung unb Stegei gemäß, ficb eher beäpotifiren, aB jficb auf Steuerungen, (jumal eigenmächtige Steformcn in bet Ste= j
gierung) einlaffen toitb.-2)a3 ift feine gute ©eite.
©eine unoortbeilbafte ©eite ifl fein 4?ang jum Stacbabtnenunb bie geringe SKcinuttg »on ftd), original fein ju fönnen, (»a$gerabe ba$ ©egentbeil bes trotzigen ©nglänberS ift;) oornebmlid) 1aber eine gewiffe SJtetbobenfucbt, ficb mit ben übrigen ©taatSbitagern nid;t etwa nad) einem §3rincip bet ttnnäberung gut ©leid):beit, fonbern nach ©tufen be§ SSorgugS unb einet Stangorbnungpeinlich etoffifteiren gu laffen unb in biefem ©cbema be§ StangeS,in ©rftnbung bet Sitel (t>on ©bien unb .fpoebebten, SBobb unb4podbwobl=, auch .fpoebgeborenen) unerfd;öpflicb unb fo auS blofetspebanterei fnedjtifcb gu fein; welches OTeS freilich wohl ber gorrnber Steicböoerfaffung Seutfdblanbä gugereebnet werben mag; babeiober ficb bie S3emcrfung nicht bergen läßt, baß boeb baä @nt:fteben biefet pebantifeben gorm felber au3 bem ©eifte bet Station Junb bem natürlichen £ange beS £)eutfcben beröorgebe: ä«otfdhenbem, bet benrfeben, bis gu bem, ber gehorchen foU, eine ßeiter amjulegen, moran jebe ©proffe mit bem ©rabe beS tfnfebenS begeicb:net wirb, bet il;r gebührt, unb ber, welcher fein ©ewerbe, babeiaber auch feinen Sitel bat, wie eS beißt, StidjtS i|t; welcbe5benn bem ©taate, ber biefen erteilt, freilich was» einbringt, aberauch ohne hierauf gu feben, bei Untertbanen ttnfprücbe, ttnberet