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2fnt£>ropotogic. I. St)ci(. 2fntf)copoI. ©ibaftif.
Anthropologie ©emerfungen über ben ©efchtnacf.
A.
23om Stobegefdjmacf.
§. 69.
©S ift ein natürlicher .£>ang beS Stenfcßen, in feinem SSetro:gen ftd) mit einem ©ebeutenberen, (beS ÄinbeS mit ben ©rwaeßfe:nen, beS geringeren mit ben ©ornehmeren) in ©erglekhung jujfellen ttnb feine ©Seife nachjuahmcn. ©in ©efeß biefer 9?öbE)o^ smung, um bloS nicf>t geringer gu erfd)einen, als Anbere, unb jmatin bem, wobei übrigens auf feinen Stufen Siütffidjt genommenwirb, heißt 30Jo&c. ©iefe gehört offo unter ben SEitel ber©itelfeit, weit in ber Abftcht fein innerer SBerft) ift; imgteidjenber S£t)orf)eit, weit babei boef) ein 3'vang ift, ftd; bureß btofeS©eifpiel, baS unS SSiete in ber ©efellfcßaft geben, fnecßtifcß leitenju (affen. Sn ber Stöbe fein, ift eine <Sacße beS ©efdjmncfel;ber außer ber Stöbe einem »origen ©ebraueß anbängt, beifit alt-,»äterifcß; ber gar einen SBertß barin feßt, außer ber ©tobe jufein, ift-ein ©onberting. ©effer ift eS aber bod) immer, einStarr in ber SDJobe, als ein Starr auf er ber Stöbe ju fein; wennman jene ©itelfeit überhaupt mit biefem fjorten Stamen belegenwill; welchen Äitel bocß bie Stobefucßt wirflicß »erbient, wenn ftejener ©itelfeit wahren Stufen ober gar Pflichten aufopfert. -Alle Stoben finb feßon ißrem ©egriffe nach »eränberlidje £eben§;weifen, (Denn wenn baS «Spiel ber Stacßabmung ftrivt wirb, fowirb biefe jum ©eb rauch; wobei bann auf ben ©efdhmaef gornicht mehr gefehen wirb. (Die Steuigfeit ift eS alfo, waS bieStöbe beliebt macht, unb erftnberifd) in allerlei äußeren formengu fein, wenn biefe auch öfters inS Abenteuerliche unb jum SEheiifaßliche auSarten, gehört jum Äon ber Jgjofleute, »ornehmlichber (Damen, benen bann Anbere begierig nacßfolgen unb ftd) inniebrigen ©tänben nobh lange bamit fdjleppcn, wenn jene ftefebon abgelegt hoben. — Alfo ift bie Stöbe eigentlich nicht eine©ad)e beS ©efcßmacfeS; (benn fte fann äußerft gefeßmaefwibrig