SBon b.Setebfebern b.r.pr.SJermmft. (2JcIcucf>tung b. tfnaßtif.) 20 !)
“über biefe Unter [Reibung be§ ®tücffeligFcißprincip§ vonbem ber ©ittlidgfeit ift barurn nicht fofort ©ntgegenfehungbeibet, unb bie reine praftifdje 83crnunft will nicht, man foßc bicttnfprücbe auf ©tücffeligfeit aufgeben, fonbern nur, fobalb vonq)flid)t bte 3?ebe ift, barauf gar nicht 9tücffid)t nehmen. ©3hum fogar in gewiffent 23etrad;t Pflicht fein, für feine ©tücffeligfeifju forgen; tbeiß wctlfte, (woju©cfd)icftidt?feit, ®efunbbeit, 9fcid)=t()um gehört,) SJtittel ju ©rfüßung feiner fPflidß enthalt, tbeißweil ber SOtangel berfclben ( 5 . 35. tlrmutb) S5erfud;ungcn enthalt
t
feine Pflicht ju übertreten. Stur, feine ©tücEfcligfeit ju beforbern,f'ann unmittelbar niemaß Pflicht, nod£> weniger ein ^princip allerPflicht fein. 25a nun alle ©eflimmungSgrünbe bes> 2 Bißen§, aufjerbent einigen reinen praftifd;en SScrnunftgefe^e (bem moralifeben),inSgefamnit empirifd) ft'nb, aß fotd)e alfo jum ©tiuffeligfeißprincipgeboren, fo müffen fte üßgefammt vom oberften fr'ttlicl;en ©runbfabcabgefonbert unb it;m nie aß SSebingung eiiwerleibt werben, weitbiefeS eben fo fet)r alten fittlid)en Sßevtb, aß empirifd)c 33cimifd)ungju geometrifd;en ©runbfalgen aße matbematifcfyc ©vibenj, ba§ SSor-trcfflicbfie, wa§ (nach 9)tatoß Urtbeitc) bie SOtatljematif an fid) tjatunb ba§ felbft aßern Stutzen berfclben vergebt, aufbeben würbe.
(Statt ber iDcbuction bc§ oberften ^)rincip§ ber reinen praftifebenVernunft, b. i. ber ©rftarung ber SJtoglicbfeit einer bergteicben ©r=fenntnifj a priori, fonnte aber nicbß weiter angeführt werben, aßbaff, wenn man bie SKogttcbFeit ber greibeit einer wirfenben Urfad;eeinfäbc, man aud) nicht etwa bto§ bie Sfööglicbfeit, fonbern gar bicStotbwcnbigfeit beö moratifdben ©efet^eS, aß oberften praftifeben©efefseä vernünftiger üffiefen, benen man greibeit ber ßaufatität ihre»SBißeiß beitegt, einfeben würbe; weit beibe Segriffe fo unjertrennlid)oerbunben ftnb, bafj man praftifebe greibeit aud; bureb Unabbamgigfeit be§ 2 Bißen§ von jebem anberen, aufjer aßein bem moralifeben©efefee, befiniren fonnte. ‘Mein bie greitjeit einer wirfenben Urfadbe,oornebmlid) in ber ©innenwett, fann ihrer 3 )t 6 glid;fcit nach feine?-mege? eingefebett werben; glücflicb! wenn wir mir, bajj fein ©eweßihrer Unmoglicbfeit ©tatt finbet, binreicbenb verficbert werben fonnen,•Kant f. 2fi. IV. 14