210 Jfrittf bet praftifcfycn Vernunft. 1. £()■ I. 33. III. Jpptjl.
unb nun, burebS moralifdje ©efefc, weldteS biefelbe poftulirt, ge :n&tbigt, eben baburd) aud) berechtigt »erben, fte anjunebmen. 2Bei( ■!cS tnbeffen noch ©iele gibt, welche biefc greibeit noch immer glaubennach empirifeben ^Princiipicn, wie jebeS anbere Staturüermogen, et;fldren ju fönnen, unb fte als pfbchotogifcbe ©igenfd;aft, beren©rflarung lebiglid) auf einer genaueren Unterfucbung ber Staturber Seele unb bet SSriebfeber beS SBillenS anfdme, nicht aßtranSfcenbcntateS fPrhbicat ber ßaufalitdt eine» 3BefenS, baSjur ©innlicbfeit gehört, (wie e§ boeb herauf wirf lieh allein anfommt,)betrachten, unb fo bie beliebe Sroffnung, bie uns bureb reinepraftifdje ©ernunft oermittclfl beS moralifd;en ©efefseS wiberfdhvt,nämlich bie Eröffnung einer intelligibten SSSelt burdb Stcaliftrung beSfonft tranSfcenbcnten ©egrijfS ber Freiheit, unb baS mora-.
lifd)c ©efefe felbft, welches burcbauS feinen empirifeben ©ejtimmungS:grunb annimmt, aufbeben; fo wirb eS nötbig fein, fym noch etwasjur S3erwabrung wiber biefeS 33lenbwerf, unb ber Sarftellung beS©mpiriSmuS in ber ganzen ©lofe feiner ©eichtigfeit anjufuhren.
©er ©egriff ber ßaufalitdt, als Staturnotbwenbigfeit,jum Unterfd;iebe berfelben, als greibeit, betrifft nur bie Stiften;ber Singe, fofern fte in ber 3cit beftimmbar ift, folglid) aßSrfcheinungen, im ©egenfahe ihrer (Saufalitdt, als Singe an fid;felbft. Stimmt man nun bie ©eftimmungen ber Seiften; ber Singein ber Seit für ©eftimmungen ber Singe an fid; felbft, (welchesbie gemobnlidjftc ©orftellungSart ift,) fo Idfjt fich bie Stotbwcn--bigfeit im Saufaloerbdltniffe mit ber greibeit auf (einerlei SBeife »er»einigen; fonbern fie ftnb einanber contrabictorifch cntgegengcfe|t.Senn auS ber erfteren folgt: bafi eine jebe ©egebenbeit, folglichauch jebe 4?anblung, bie in einem ßeitpuncte oorgebt, unter ber©ebingung beffen, waS in ber »orbergebenben Seit war, notbwenbigfei. Sa nun bie »ergangene Seit nicht mehr in meiner ©ewalt ift,fo mufj jebe ^anblung, bie ich auSübe , bureb beftimmenbe ©rünbe,bie nicht in meiner ©ewalt finb, notbwenbig fein, b. i. ichbin in bem Seitpuncte, barin ich banble, niemals frei. Sa, wenn i
ich gleich mein ganjeS Safein als unabhängig »on irgenb einer t
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