93on ben SSticbfebern bet reinen praftifd;cn SJctnimft. 203
hat. @r lebt nur nod; au§ Pflicht, nid;t weil et am geben benminbeffen ©efchmatf finbet.
@o ift bic dd;tc Sviebfeber bet reinen praftifchen SSernunftbefdtjaffen; ftc ift feine andere, als ba§ reine moralifche ©efei; felbcr,fofern c§ un§ bic @rl;abenl;eit unferer eigenen übcrfinnlid;eu ©ciftenjfpüren laßt, unb fubjcctin, in fOienfchen, bie ftd; juglcicf) it;re§ftnnficfjen SafeinS unb ber batnit nerbunbenen '-Ubbangigfeit nonihrer fofern fef)v patl;ologifd; affteirten Slatur bewußt finb, Achtungfür ihre f)6^erc SSejitmtnung wirft. 9lun laffen ftd; mit bieferSriebfeber gar wot;l fo niete Sfeije unb 2Cnnehmlichfeiten be§ gcbenSnerbinben, baß auch um biefer willen allein fd;on bic flügjfe 2Bal;lctneS nernünfttgen unb übet ba§ größte £Bol;l be§ gebend nachbcmfenben .@pifuräerS ftd; für ba§ ffttlid;e äBol;lnerbatten crfldrenwürbe, unb e§ fann aud; rathfam fein, biefe 2lu§ficht auf einenfröhlichen ©enuß beS gebend mit jener obcrjfen unb fd;on für fichallein I;tntanglicf> befiimmenben fßewegurfache ju nerbinben; abernur um ben 2Cnlocf ungen, bie ba§ gajler auf ber ©egenfeite norju=fpiegeln nicht ermangelt, baS ©egengcwicfit ju hatten, nicht umhierin bie eigentliche bewegenbe Äraft, aud; nicht bem minbcjfcn£!;eile nad; &u fefeen, wenn non Pflicht bie 3febe ift. Senn ba§würbe fo ntel fein, als bie moralifche ©eftnnung in ihrer Duellenerunreinigen wollen. Sie ©wwürbigfeit ber Pflicht hat nid;t§ mitgebenSgenuß ju fd;affen; fie hat il;r eigentümliches ©efefc, auch tl)teigentümliches ©cridjt, unb wenn man aud; beibe noch fo fel;rjufammenfchütteln wollte, um ftc nermifd;t, g!eid;fam als 2lrjenei;mittel, ber franfen Seele jujureichen, fo fd;eiben fie ftch bed; alS*halb non felbft, unb thun fie eS nicht, fo wirft baS erfie gar nicht;wenn aber aud; baS phbftfdje geben f;tebct einige Jtraft gewönne,fo würbe boch baS moralifche ohne 3fettung bafjirt fchwinben.