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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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ajoit bem ä3egriffe eines ©egcttffanbeeS ber teilten praEt. Süeinunft. 167

SerhältniffeS ber Mittel ju Bweifen gehört allerdings jur Vernunft,^bglciti) aber SSernunft altem oermögenb if!, bie 33erFnüpfung berMittel mit ihren2£bftd;ten einjufet)en, (fo baß man auch ben Sßillenburd) baS Vermögen ber Bwetfe beftniren Sonnte, inbetn fie jeberjeitfBeffitnmungSgrünbe beS ffiegehrungSoermogenS nach fPrincipien finb,)fo mürben bodt> bie praFtifchen Sßarimen, bie auS bem obigen 33e=griffe beS ®uten bloS bittet folgten, nie etwas für fiel) felbff,foitbern immer nur irgenbwoju ©uteS jum ©egenffanbe beSSBiHenS enthalten; baS ©ute würbe jeberjeit bloS baS SWßliche fein,unb ba§, woju eS nufjt, müßte allemal außerhalb bem Sßillen inber (Empftnbung liegen. SBenn biefe nun, angenehme ©mpfimbung, »om begriffe beS ©uten unterfdhieben werben müßte, fo würbecS überall nichts unmittelbar ©uteS' geben, fonbern baS ©ute nurin ben Mitteln ju etwas 2(nberem, namlid) irgenb einet Slnnehmlid)--Feit, gefugt werben müffen.

(S§ ijl eine alte gormel bet ©chulen: nihil appetimus, nisisub ratione boni; nihil aversamur, nisi sub ratione mali; unbfte hat einen oft richtigen, aber auch ber fPhilofophie oft feh* nach=theiligen ©«brauch, weil bie HluSbrücEc beS boni unb mali eineBweibeutigfeit enthalten, baran bie ©nfchränFung ber ©brache ©cljulbiff, nad^ welcher fte eines hoppelten ©inneS fähig finb unb bal;erbie praftifd;cn ©effefec unoermeiblich auf ©efftauben ftclXen, unb bie^hilofophie, bie im ©cbrauche berfelbcn gar wol;l ber SSerfdhiebenheitbeS SSegriffS bei bemfelben SBorte tnttc werben, aber bod) Feine be^fonberen 2tuSbrücFe bafür ftnben Fann, ju fubtilen -Diflinctionennötigen, über bie man ftd) nachher niept einigen Fann, inbent berUnterfdjieb burd; Feinen angemeffenen KuSbrucF unmittelbar bejeiepnetwerben Fonnte*).

*) Xtct'cvbem ijt fccr )CuSbtUcf sub ratione boni auep £W(ibcutig. jßcmict fann fo viel fagen: mir freiten uns etwas gut sor, wenn unb weitnur cs begepren (wollen); aber auch: wir begehren etwas barum, weitwir uns als gut vor ft eilen, fo bajt eittmebcr bic SBcgierbc ber Sße-fiimmungSgtunb beS SBcgrip beS SbjcctS als eines ©Uten, ober ber SBegriffbeS ©uten ber SSeftimmungSgruub beS SftcgcptenS (beS SiMllcnS) fei; ba bennbaß: 6ub ratione boni, im elfteren gälte tcbcuten würbe: wir wollen etwas